Hans Staudacher

Hans Staudacher war ein Großmeister der Österreichischen Kunst von den 1950er-Jahren an, bis herauf über die Jahrtausendwende. Seine Bilder, die der informellen Malerei zugerechnet werden, leben von augenscheinlicher Schaffensfreude und Intensität. Schon in seiner Kindheit zeichnete es sich ab, das es Hans mit dem Zeichnen hat, die Mutter wurde in die Schule zitiert, erzählte der Künstler einmal in einem Interview. „Dann hat der Lehrer zu meiner Mutter gesagt, schau’n Sie sich das an, seinen Tisch, der ist von links bis rechts komplett angekritzelt. Der muss ein Maler werden, der malt und kritzelt alles an, der muss arbeiten. Damals habe ich mir angewöhnt ständig zu kritzeln. Dabei habe ich den Lehrer missverstanden. Er meinte ich soll Maler und Anstreicher werden, ich hab’ mir aber gedacht, ich werde Kunstmaler.“

Als Maler war er zunächst mäßig in erfolgreich. Als er in den 1950er-Jahren aus Paris nach Österreich zurückkehrte, fand sein Malstil in den engen österreichischen Kunstzirkeln keine Anerkennung. Er schloss sich der Wiener Secession an und schön langsam ging sein Stern am Kunsthimmel auf. Den Pinsel führte er wie ein Florett, ungestüm und voller Elan bearbeitete er seine Leinwände. Gekritzel, Zahlen, Buchstabenreihen, Worte Sätze, dazwischen wilde Striche. „Ich bin eher ein spontaner Maler, der seinen Überschuss wie ein Boxer los wird. Anstatt zu boxen, bewirtschafte ich liebe die Leinwand.“ Der internationale Durchbruch gelang dem Künstler 1965 mit der großen Ausstellung in Paris und der Biennale in Venedig sowie dem Hauptpreis der Biennale in Tokio. „Ich bin immer unkritisch gewesen, sonst wäre ich nicht zum Malen gekommen“, sagte er über sich selbst und seine Arbeitsweise.

Bekannt ist Staudacher auch für seine Happenings, bei denen er in seinem Atelier mit verschiedenen Materialien wie Holz oder Lumpen experimentierte. Die Anerkennung in Österreich ließ noch einige Jahre auf sich warten: Zum 75. Geburtstag widmete ihm das Kunsthistorische Museum im Palais Harrach eine große Ausstellung. Es folgte die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Secession, 2004 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien. Hans Staudacher leite seine Aggressionen um auf die Leinwand, stellte seinen heiligen Zorn über gesellschaftliche und politische Missstände dar, aber immer auch eingedenk seines Gekritzels der Kindheit, denn die Unbefangenheit eines Kindes vor der Leinwand, war ein angestrebtes Ziel. „Ich habe das immer so gemacht wie ein kleines Kind mit drei oder fünf Jahren, das seine Flecken malt. Diese Jungfräulichkeit, die dieses kleine Kind hat, möchte ich auch in mir bewahren.“ (Quelle: www.kaernten.orf.at)

Hans Staudacher 14. Jänner 1923 – 16. Jänner 2021

In unserer Galerie erhältliche Werke von Hans Staudacher:

Hans Staudacher Mischtechnik 1995
Hans Staudacher,1995, Mischtechnik, 65 x 45 cm, signiert, datiert und betitelt.
€ 6.700,--
Hans Staudacher, Plakat im Zuge einer Ausstellung „Kopf“ in der Galerie Magnet, 1997, Handsigniert, 83 x 59 cm. € 250,--

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